Zwei Starts in der deutschen Serie, zwei Siege. Laufsiege bei der IFCA WM in Leucate. Und ein dominanter Auftritt beim Surffestival X Racer of the Sea auf Fehmarn – Fabi Wolf ist in der Saison 2026 angekommen, und wenn es nach ihm geht, kann da ruhig noch mehr kommen.
Im Interview spricht der Starboard-Dream-Teamrider über einen Winter zwischen Uni und Sardinien, die intensive Vorbereitungsphase in Südfrankreich und einen Saisonstart, der trotz kleiner Wermutstropfen mehr als vielversprechend war. Vor allem aber blickt er nach vorne: Die IFCA Foiling Europameisterschaft in St. Peter-Ording und die Deutschen Meisterschaften auf Sylt stehen an – und Fabi hat klare Ambitionen.
Wer ihn gerade erlebt, spürt: Das Level stimmt. Und er weiß es selbst.
Moin Fabi und erstmal Glückwunsch zu deinen starken Ergebnissen der letzten Wochen du Maschine! Gib uns mal einen Einblick, wie die letzten Monate bei dir aussahen.
Winter war erstmal klassisch: viel Uni, viel Schreibtisch und wenig Wind (Anm.: Fabi studiert in Kiel und macht dort aktuell seinen Master in Betriebswirtschaftslehre).
Über Neujahr bin ich kurz nach Sardinien geflogen, um mal wieder Wasser unter den Füßen zu haben und den Kopf freizubekommen. Danach ging es von Februar bis März für längere Zeit nach Hyères in Südfrankreich – das war wirklich wichtig für mich. Gute Bedingungen, viele Sessions, endlich wieder richtig reinkommen. Direkt im Anschluss ging es dann auch schon los mit der IFCA WM in Leucate als erstem echten Prüfstein. Es lief nicht von Anfang an optimal, aber ich habe Laufsiege geholt und gemerkt: Ich gehöre hier vorne rein, da wird noch ein Wort mitzureden sein – gerade mit den anstehenden PWA-Events im Blick. Danach folgten die ersten beiden Stops der deutschen Serie sowie das Surffestival X Racer of the Sea auf Fehmarn. Alles in allem ein ziemlich vollgepackter Frühling.



Wie happy biST DU mit dem bisherigen Jahr?
Insgesamt nehme ich vieles Positives aus dem Saisonstart mit und bin zuversichtlich, dass da noch mehr geht. Zwei Starts in der deutschen Serie, zwei Siege – genau so hatte ich mir das vorgestellt. Das gibt einem schon ein gutes Gefühl.
Was war das bisherige Highlight?
Schwierige Frage. Die drei Events nach der WM – zweimal DWC und das Surffestival X Racer of the Sea auf Fehmarn – die habe ich alle sehr dominant für mich entschieden, und das zeigt mir, dass das Level gerade wirklich stimmt.
Gleichzeitig wurmt mich die IFCA WM in Leucate noch ein bisschen, wenn ich ehrlich bin. Ich bin mir sicher, dass ich mit zwei unglücklichen Situationen weniger vorne hätte mitsprechen können – das Potenzial war definitiv da, das haben die Laufsiege gezeigt. So ist Sport halt manchmal, es läuft nicht immer alles nach Plan. Aber die Reaktion darauf hat mir selbst gezeigt, wo ich gerade stehe.
Wie wird sowas gefeiert?
Ach, alles ganz entspannt, ehrlich gesagt. Groß gefeiert haben wir danach nicht – aber während des Events haben wir uns eine nette Zeit gemacht, weil der Wind ja nicht an allen Tagen optimal war und man die Wartezeiten irgendwie füllen muss. Das gehört für mich genauso dazu wie die Rennen selbst.



Was lief nach Plan, was nicht?
Die Foil-Performance hat gestimmt, da bin ich wirklich zufrieden. Das Material läuft gerade optimal und ist perfekt abgestimmt – das macht einen riesigen Unterschied, wenn man im Rennen auf jede Kleinigkeit vertrauen kann. Ich merke, dass sich die Arbeit der letzten Jahre langsam auszahlt: Ich kenne meine Stärken besser und weiß, wann ich pushen muss und wann nicht. Die IFCA WM in Leucate war nicht perfekt, da war noch Luft nach oben – das nehme ich mit.
Wo geht der Blick für den Rest des Jahres hin?
St. Peter-Ording im Juli ist das nächste große Ding – IFCA Foiling Europameisterschaft im Rahmen des California Windsurf Cups, internationales Feld, hohe Dichte an guten Fahrern. Und das Besondere diesmal: Es zählt gleichzeitig als erstes Event in die PWA-Rangliste – da geht es dann schon um alles. Danach folgen die Deutschen Meisterschaften beim Surf Cup Sylt Ende Juli, Anfang August. Den Titel zu verteidigen ist natürlich das Ziel – aber erstmal Schritt für Schritt dahin.
Ich bin gut drauf gerade, und ich glaube, das Beste kommt noch.
Fabi | GER-404
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